Vorträge 2026

Auch in diesem Jahr haben wir wieder Gastreferenten zu verschiedenen Themen auf die Zeiteninsel eingeladen.

Die Vorträge finden jeweils im Rössenhaus auf dem Gelände der Zeiteninsel statt. Alle Vorträge bieten wir kostenlos an, wir bitten um eine Anmeldung für die Planung. Vielen Dank!

 

Die Urgeschichte der Käseherstellung im Alpenraum 

Referentin: Luise Tiemann M.A.

Archäologin sowie Doktorandin der Ludwig-Maximilians-Universität München

 

Die Käseherstellung wird heute oft mit den Alpenregionen in Verbindung gebracht. Da Milch und Käse nur wenige archäologische Spuren hinterlassen, lagen die Anfänge der Käseherstellung in den Alpen lange im Dunkeln.

Dank neuerer Methoden ist es seit einigen Jahren möglich, sich der Käseherstellung in der Urgeschichte über verschiedene Quellen zu nähern. In diesem Vortrag werden diese Quellen sowie die sich daraus ergebenden Rückschlüsse für die urgeschichtliche Käseherstellung vorgestellt.

Mithilfe chemischer Analysen können Fette und Proteine von Milch in archäologischen Funden identifiziert werden. Diese Funde können als Werkzeuge für die Käseherstellung untersucht werden.

Auch die Betrachtung von Tierknochen von Rindern, Schafen und Ziegen trägt zum Bild der Käseherstellung in der Urgeschichte bei. Die Lebensweise der Tiere wiederum nimmt Einfluss auf die Art der Käseherstellung.

Durch experimentell-archäologische Käseherstellung mit Nachbildungen archäologischer Funde lassen sich handwerkliche Fragen zur urgeschichtlichen Käseherstellung beantworten. Zusammen tragen alle Quellen zum Gesamtbild der urgeschichtlichen Käseherstellung im Alpenraum bei.


Die Chatten. Ein Germanenstamm im heutigen Hessen

Referent: PD Dr. Armin Becker

LVR-Archäologischer Park Xanten mit Römermuseum

 

Die Chatten zählten im 1. Jahrhundert n. Chr. zu den aktivsten Gegnern Roms. Die Frühgeschichte dieses Stammes war offensichtlich turbulent. Die Bedeutung des Namens „Chatten”, die Abtrennung der Bataver und Kananefaten sowie der Umfang und die Bedeutung römischer Gebietszuweisungen werden kontrovers diskutiert. Dies trifft auch auf die Ansiedlung oder die Entstehung des Stammes in Nordhessen zu. Ob der Gesamtstamm der Chatten von Beginn an zur Koalition des Arminius zählte und ob sie erst nach den Feldzügen des Germanicus zu entschlossenen Gegnern Roms wurden, sind ungeklärte Fragen. Nach den augusteischen Eroberungsfeldzügen war das 1. Jahrhundert n. Chr. durch Konflikte der Chatten mit ihren Nachbarn, darunter Cherusker, Hermunduren und Römer, gekennzeichnet. Erst der Chattenkrieg Domitians, dessen genaue Lokalisierung und Verlauf ebenfalls umstritten sind, führte zu einer Beruhigung der Lage, die mehrere Jahrzehnte anhielt. Als römische Gegner treten die Chatten dann erst wieder in zwei Nachrichten des 2. Jahrhunderts n. Chr. und unter Caracalla auf. Spätere, vereinzelte Nennungen des Stammes in der spätantiken Dichtung sind meist Reminiszenzen an vergangene Zeiten. Das weitere Schicksal des Stammes ist nicht eindeutig geklärt. Eine stärkere Beteiligung der Bewohner Nordhessens an der Konsolidierung alamannischer Gruppen im 4. Jahrhundert n. Chr. erscheint zumindest denkbar; der verbliebene Rest ging ohne größere Widerstände im Frankenreich auf. Die Ausbildung einer eigenen politischen Identität gelang dieser Restbevölkerung im Frühmittelalter nicht mehr. Die Betonung des Zusammenhangs von Chatten und Hessen setzt erst in der frühen Neuzeit ein und gehört eher in den Bereich der Identitätsbildung der Landgrafschaft Hessen-Kassel.

 


Zwischen keltischer und germanischer Welt: Eisenzeitliche Höhensiedlungen von Westfalen bis nach Thüringen

Referent: PD Dr. Thimo Jacob Brestel

Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Seminar für Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena

 

Die befestigten Höhensiedlungen der nördlichen Mittelgebirgsschwelle aus der Spätlatènezeit (ca. 150 v. Chr. bis zur Zeitenwende) befinden sich in einem faszinierenden Spannungsfeld: Sie liegen am nordöstlichen Rand der „keltischen“ Latènekultur und grenzen unmittelbar an die archäologisch als „germanisch“ definierten Kulturräume. Fundorte wie der Wilzenberg, die Amöneburg, die Milseburg, die Alteburg bei Arnstadt oder die Steinsburg werden – in Anlehnung an Cäsars Beschreibung – zum Teil sogar als (keltische) Oppida bezeichnet, sie vereinen jedoch Einflüsse beider Kulturräume.

Der Vortrag präsentiert aktuelle Forschungsergebnisse zu dieser kulturellen Kontaktzone und untersucht zwei zentrale Fragen: Welche Rolle spielten diese Anlagen im Gefüge der späten Eisenzeit Mitteleuropas? Und wer waren die Menschen, die sie errichteten und bewohnten?

 


Vergangene Vorträge 2026

Kelten und Römer im mittleren Lahntal

Referentin: Dr. Sandra Sosnowski
Bezirksarchäologie, Landesamt für Denkmalpflege Hessen, hessenARCHÄOLOGIE

 

Die Lahn verbindet Mittelhessen mit dem Rheintal. Mit der Entdeckung der römischen Stadtgründung in Lahnau-Waldgirmes im Jahr 1993 und spätestens mit dem Nachweis von zwei frührömischen Marschlagern bei Limburg-Eschhofen wurde deutlich, dass dieser Verbindungsweg bereits vor 2000 Jahren den römischen Einfluss bis weit in die Germania magna ermöglichte. Gleichzeitig ist die Region reich an spätlatènezeitlichen Fundstellen, allen voran das Oppidum auf dem Dünsberg. In den letzten Jahren hat sich die hessenARCHÄOLOGIE dieser wichtigen spätkeltischen Stadtanlage intensiv gewidmet, da Trockenheit und Waldsterben großen Druck auf das Bodendenkmal ausüben. Die intensive Bautätigkeit in der Region führte zu neuen Erkenntnissen über die spannenden Abläufe um Christi Geburt im mittleren Lahntal. Der Vortrag widmet sich diesen neuen Untersuchungen und stellt aktuelle Forschungen vor.


Vergangene Vorträge 2025

Die Bronzezeit im Fuldaer Land. Von alten Grabungen zu neuen Erkenntnissen

Referentin: Milena Wingenfeld M.A.
Stadt- und Kreisarchäologin Fulda

 

Mit dem Heimatforscher Joseph Vonderau (1863-1951) beginnt im Umkreis Fulda die systematische archäologische Erforschung der Region. Von zentraler Bedeutung sind dabei besonders auch die in der Landschaft gut sichtbaren Grabhügel. Die Erkenntnisse, die Vonderau durch seine Ausgrabungen gewinnt, bilden bis heute die Basis für unser Wissen um die Bronzezeit in der Region. Moderne Grabungen und interdisziplinäre Forschungen haben in den letzten Jahrzehnten den Kenntnisstand erheblich erweitert. Diese höchst spannenden Ergebnisse werden in dem Vortrag vorgestellt.


Bauen und Leben im Überschwemmungsgebiet –
Die prähistorische Besiedlung in der Aue der Lahn bei Niederweimar aus naturwissenschaftlicher Sicht

Referent: Dr. Ralf Urz
Philipps-Universität Marburg, Fachbereich Geographie

 

Seitdem im Jahr 1991 die ersten archäologischen Siedlungsbefunde im Zuge der Sand und Kiesgewinnung in der Kiesgrube Niederweimar ans Licht kamen, wurden parallel zu den fortschreitenden archäologischen Ausgrabungen bis heute geologische, geoachäologische und archäobotanische Untersuchungen durchgeführt. Erforscht wurden und werden die Kennzeichen sowie Veränderungen von Naturraum und Landwirtschaft im Lahntal um Weimar zwischen Mesolithikum und Mittelalter. Der Vortrag berichtet über Methoden und Ergebnisse aus 30 Jahren naturwissenschaftlicher Arbeit in der Kiesgrube. Schwerpunkte bilden dabei Fragen nach der Gefährdung der vorgeschichtlichen Siedlungen durch Fluss und Hochwasser sowie nach der Lebensgrundlage ihrer Bewohner.  


Roots – Das Steinzeitretreat. Ein Experiment urzeitlichen Lebens in Spanien

Referent: Markus Klek
Archäotechniker und Autor

 

Der Paläotechniker Markus Klek ist für seine abenteuerlichen Steinzeit-Reenactments bekannt. Verschiedene Medien und das Fernsehen berichteten über seine winterlichen Schwarzwald- und Lappland-Durchquerungen. Fernab des Medienrummels findet aber seit drei Jahren ein anderes spannendes Urzeit-Experiment in einer abgelegenen Wildnisregion Spaniens statt. Auf einem großflächigen Gelände, welches von Wildpferden, Auerochsen und Bisons bevölkert wird, begibt sich eine internationale Gruppe von Neugierigen in eine Zeitkapsel, um wochenlang wie in der Steinzeit zu leben: Ohne moderne Hilfsmittel ziehen sie sich fernab der Zivilisation zu den Wurzeln des Menschseins zurück. In seinem Erlebnisvortrag berichtet Markus Klek anhand von eindrucksvollem Bildmaterial von den persönlichen Herausforderungen, den Höhen und Tiefen dieses Abenteuers und dem gemeinsamen Leben moderner Menschen in der Steinzeit.

https://palaeotechnik.eu/de/


 Digitale Visualisierung des Kapellenbergs um 3700 v. Chr. (Stadt Hofheim; LEIZA; Architectura Virtualis)

Der Kapellenberg bei Hofheim am Taunus –
Eine vielschichtige Geschichte der befestigten jungneolithischen Höhensiedlung im Rhein-Main-Gebiet

Referent: Prof. Dr. Detlef Gronenborn
Stv. Kompetenzbereichsleiter »Vorgeschichte« am Leibniz-Zentrum für Archäologie

 

Seit 2008 ist das Leibniz-Institut für Archäologie, der Arbeitsbereich für Vor- und Frühgeschichte, sowie die hessenARCHÄOLOGIE und die Stadt Hofheim in einem Gemeinschaftsprojekt mit der Erforschung der jungsteinzeitlichen Belegung der Höhensiedlung Kapellenberg beschäftigt. Es handelt sich um ein 43 ha große Anlage mit auch heute noch erstaunlich guter Erhaltung der Wallanlagen und einem mutmaßlichen Großgrabhügel, die hauptsächlich zwischen 4200 und 3500 v. Chr. genutzt wurde. Es ist die Zeit der Michelsberger Kultur, deren Ursprünge in Frankreich liegen. Im Zuge der michelsbergzeitlichen Aufsiedlung des Rhein-Main-Gebietes wird das Palisaden- und Wallsystem immer wieder aus- und umgebaut und an die Innenbesiedlung angepasst. Neben der Geschichte der Höhensiedlung wird auch ein besonderes Augenmerk auf die umliegende Landschaft gelegt, insbesondere auf die 5 km entfernte Siedlung in Hattersheim am Main. Es wird deutlich, dass der Kapellenberg in eine komplexe regionale Siedlungsdynamik eingebunden war. Diese lokale Geschichte lässt sich über Datenmodelle gut in vielschichtige europaweite Prozesse einpassen.


Die Keltischen Wanderungen: Mobilität, Migration und die Ausbreitung der Latènekultur

Referent: Dr. Martin Schönfelder
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz-Zentrum für Archäologie

 

Traditionell werden unter den Keltischen Wanderungen die kriegerischen Expansionen der Kelten nach Italien und nach Griechenland verstanden. Diese aus den römischen Schriftquellen bekannten Ereignisse lassen sich aber mit den archäologischen Quellen nur teilweise in Einklang bringen. Zusätzlich können hier noch mehrere Phänomene der Ausbreitung der keltischen Latènekultur in ganz Europa beschrieben werden. Im Zeitabschnitt zwischen dem 4. und 3. Jahrhundert v. Chr. finden neben der Ausdehnung der Latènekultur sowie den Keltischen Wanderungen sehr dynamische soziale Prozesse in den eisenzeitlichen Gesellschaften statt. In Mitteleuropa verändert sich die Idee der Elite – und damit auch das Bild der materiellen Kultur in den Gräbern allgemein. Diesen Phänomen soll in einem Vortrag mit Beispielen aus ganz Europa nachgegangen werden.


Vergangene Vorträge 2024

Tausend Tote ohne Grab – der einzigartige jungsteinzeitliche Ritualort von Herxheim (Pfalz)

Referentin: Dr. Andrea Zeeb-Lanz 

Archäologin (Forschungsprojekte Neolithikum RLP) 

 

Der mittlerweile wohl in Europa bekannteste – und bis heute einzigartige – Fundort des späten 6. Jahrtausends v. Chr. ist die Siedlung mit Doppelgraben von Herxheim, die in die bandkeramische Kultur der ersten europäischen Ackerbauern gehört. Ganz außerordentlich: Hier wurden in kurzer Zeit insgesamt wohl mehr als 1000 Menschen getötet, danach zerlegt und ihre Knochen letztlich in kleine Fragmente zerschlagen. Die Schädel der Opfer erhielten eine besondere Behandlung – das Schädeldach wurde sorgfältig herausgearbeitet und als Schale erhalten. Zusammen mit den menschlichen Überresten – mehr als 80 000 Knochen, Knochensplitter, Schädel und Schädeldächer – fanden sich zahlreiche andere Artefakte. Vor allem ist die ganz erhebliche Menge hochqualitativer verzierter Keramik zu nennen, die absichtlich zerschlagen wurde. Auch zerschmetterte Steingeräte sowie Mahlsteine und ausgewählte Tierknochen gehören zu den bemerkenswerten Funden aus den Gräben von Herxheim. Die Referentin, die seit mehr als 20 Jahren ein großes Forschungsprojekt zu Herxheim leitet und dort auch eine Forschungsgrabung durchgeführt hat, interpretiert mit weiteren Kollegen den Ort als ganz besondere, einzigartige frühneolithische Ritualstätte, an der spezielle Menschenopfer stattfanden. Aber auch massenhafter Kannibalismus, wohl in rituellem Zusammenhang, wird von einigen Anthropologen als weitere Interpretation favorisiert. 

Wer waren die Toten von Herxheim? Wer die Akteure des Rituals? Warum wurden so extreme Ritualhandlungen überhaupt hier durchgeführt? Der Fundort bleibt bis heute voller offener Fragen!

Im reich bebilderten PowerPoint-Vortrag werden zahlreiche noch immer rätselhafte Details der Anlage dargelegt und die kontroversen Interpretationsansätze vorgestellt. 


Fotograf: R.-J. Braun; hA

Von der Vorgeschichte bis zur Neuzeit – aktuelle Ausgrabungsergebnisse aus der Kiesgrube in Niederweimar

Referentin: Dr. Christa Meiborg 

Leiterin der archäologischen Außenstelle Marburg des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen

 

Die Ausgrabungen im Kiesgrubenareal von Niederweimar sind ein wichtiges Arbeitsgebiet der Archäologischen Denkmalpflege in Marburg seit 1997. Frau Dr. Christa Meiborg von der Abteilung hessenARCHÄOLOGIE, Landesamt für Denkmalpflege Hessen berichtet in ihrem Beitrag: „Von der Vorgeschichte bis zur Neuzeit – Aktuelle Ausgrabungsergebnisse aus der Kiesgrube in Niederweimar“ über die Ausgrabungsergebnisse der Jahre 2017 – 2021. Bei den Ausgrabungen der letzten Jahre zeichneten sich in den Erweiterungsflächen erneut Siedlungsschwerpunkte in der Urnenfelder- und Eisenzeit ab. Auch zahlreiche neuzeitliche Befunde, die möglicherweise von Heerlagern stammen, wurden in den letzten Jahren großflächig untersucht. Darüber hinaus hat die Untersuchung einer mächtigen ehemaligen Hochflutrinne dazu beigetragen, das ehemalige Landschaftsrelief an dieser Stelle besser zu verstehen.


Von "Fürsten" und Knubbelnasen  Altes und Neues zum früheisenzeitlichen Glauberg

Referent: Dr. Axel G. Posluschny 

Leiter Forschungszentrum Keltenwelt am Glauberg

 

Spätestens seit den Ausgrabungen der 1990er Jahre gilt die befestigte Höhensiedlung auf dem Glauberg am Südostrand der Wetterau als einer der bekanntesten "Keltischen Fürstensitze" der Älteren Eisenzeit. Drei reiche Gräber mit Bronzekannen, verzierten Schwertern, Goldschmuck, aufwändigen Gürteln, exzeptionellen Fibeln und die Reste von mindestens drei weiteren zerschlagenen Sandsteinstatuen belegen den Wohlstand der Bewohner der Höhenbefestigung. Koralle als Schmuckelement und der Farbstoff aus der Kermes-Schildlaus sind ein deutlicher Hinweis auf die engen Kontakte in den Mittelmeerraum. Als Zeichen von Macht und Einfluss darf sicher auch die um etwa 400 v. Chr. begonnene massive Umgestaltung der umgebenden Landschaft durch eine gewaltige, aber nie fertiggestellte Graben-/Wallanlage gedeutet werden.

Der Vortrag gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Erforschung sowie über die gegenwärtigen Forschungsfragen zu den Grundlagen des Reichtums des Glaubergs am Übergang vom 5. zum 4. Jh. v. Chr..


Eiszeitwanderung  durch den Schwarzwald, wie in der Steinzeit

Referent: Markus Klek

Archäotechniker und Autor

  

Der Archäotechniker und Autor Markus Klek aus Schramberg begab sich im Januar auf eine Reise in die Steinzeit. Mitten im Winter durchquerte der Urzeitspezialist den heimatlichen Schwarzwald in seiner steinzeitlichen Winterausrüstung. Dieses achttägige Living-History-Event bündelte die Ergebnisse einer über 30-jährigen Beschäftigung mit prähistorischen Lebens- und Handwerkstechniken. Erprobt wurde unter anderem eine selbstgefertigte Bekleidung aus Leder und Fellen heimischer Wildtiere, sowie Nachbauten von Ausrüstungsgegenständen des Ötzi. Auf kleinen Wegen und querfeldein ging es etwa 100 Kilometer von Schramberg über den Hochschwarzwald Richtung Freiburg. Gelagert wurde ohne Zelt unter freiem Sternenhimmel und zu essen gab es nur, was in der Steinzeit auch auf den Tisch kam.  Das SWR Fernsehen begleitete den Archäotechniker während dieser Aktion an einem Tag.

In seinem Vortrag im Museum der Zeiteninsel berichtet Markus Klek anhand von Foto- und Videomaterial von seiner Steinzeittour, seinen Erlebnissen, den Herausforderungen und Rückschlägen, und er bringt seine gesamte Ausrüstung zur Begutachtung mit.

 

Kontakt, Infos/Termine und Social Media:

www.palaeotechnik.eu

Instagram und Facebook @markusklek

 


Geschichte des Ackerbaus und des Pflügens

Referent: Claus Kropp M.A.

Leiter des Freilichtlabors Lauresham an der UNESCO-Welterbestätte Kloster Lorsch

 

Wie veränderten sich in den letzten Jahrtausenden die ackerbaulichen Tätigkeiten und Technologien und welche Auswirkungen hatten diese auf das Leben der Menschen? Wie gut waren die Ackerbauverfahren an Klimaveränderungen, Dürren oder Unwetter angepasst? Kann die Wirtschaftsweise der eisenzeitlichen und mittelalterlichen Menschen als nachhaltig bezeichnet werden? Begleiten Sie uns auf eine kurzweilige Zeitreise in die Geschichte des Ackerbaus der letzten Jahrtausende. Nach dem Vortrag wird es Zeit zur Diskussion geben.